Hochmolekulare Standarddiäten
Hochmolekulare Standarddiäten
(nährstoff definiert)
Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate liegen bei hochmolekularen Sondennahrungen in nativer Form vor. Die Hauptnährstoffe werden durch natürliche Rohstoffe, wie Milch- oder Sojaeiweiß, Maltodextrin (aufgespaltene Stärke) und hochwertige pflanzliche Öle gedeckt. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind in bedarfsdeckender Menge enthalten. Ballaststoffhaltige Diäten sind zusätzlich mit einer ausgewogenen Ballaststoffkomponente angereichert. Diese setzten sich aus einer Mischung von löslichen und unlöslichen Ballaststoffen zusammen, die eine gesunde Darmflora fördern und sowohl Durchfall als auch Verstopfung entgegenwirken. Zur Verdauung der hochmolekularen Sondennahrung muss der Patient über eine ausreichende Sekretion von Enzymen zur Aufspaltung der Nahrung in ihre resorbierbaren Bestandteile und über eine ausreichende Resorptionskapazität des Dünndarms verfügen. Sie können bei allen Patienten mit gastraler oder intestinaler Sondenlage und funktionsfähigem Verdauungstrakt verabreicht werden. Je nach Energie- und Flüssigkeitsbedarf kann zwischen einer normokalorischen (1 kcal/ml) oder hochkalorischen (1,2 oder 1,5 kcal/ml) Variante gewählt werden.
Unter den Standarddiäten gibt es auch solche, die durch einen erhöhten Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren, modifizierter Stärke und Fruktoseanstelle von leichtverfügbarem Maltodextrin besonders gut für Patienten mit Glucosetoleranzstörungen geeignet sind. Für Patienten mit erhöhtem Eiweißbedarf oder Wundheilungsstörungen gibt es eiweißreiche Sondennahrungen und für Patienten mit Kuhmilchallergie milcheiweißfreie Sondennahrung. Für Kinder werden Standardsondennahrungen mit altersangepasster Nährstoffzusammensetzung angeboten.


