Körperpflege
Die Körperpflege kann wie gewohnt mit Wasser und Seife durchgeführt werden. Bei einer perkutanen Sonde ist Duschen ohne Verband eine Woche nach Anlage und Baden nach zwei Wochen erlaubt, wenn der Stomakanal reizfrei und entsprechend verheilt ist. Zur Vermeidung einer feuchten Kammer anschließend den neuen Verband nur auf der vollständig trockenen Haut anlegen. Auf eine regelmäßige Zahn- und Mundpflege ist bei Sondenpatienten besonders zu achten, vor allem, wenn keine orale Nahrung mehr aufgenommen wird. Häufig nimmt die Speichelsekretion ab, und die Mundschleimhaut wird trocken und ist damit weniger geschützt gegen bakterielle Infektionen oder Pilzbesiedelung. Durch bestimmte Medikamente wird dieser Effekt noch verstärkt. So leiden onkologische Patienten häufig unter Mundtrockenheit. Neben der täglichen Zahnpflege mit Zahnbürste und Zahnpasta können Mundspülungen mit erfrischendem Zusatz hilfreich sein. Wenn die Schluckfähigkeit gegeben ist und keine ärztlichen Einwände vorliegen (Aspirationsgefahr), kann der Patient auch zum Essen oder Trinken von kleinen Mengen ermuntert werden oder er bekommt etwas Speichelanregendes zum Lutschen. Die Nasenlöcher werden regelmäßig gereinigt, frei von Verkrustungen gehalten und mit einer geeigneten Salbe eingecremt. Bei Patienten mit transnasaler Sonde wird gleichzeitig die Sondenlage überprüft (Markierung am Schlauch) und sichergestellt, dass die Sonde keine Knickstellen hat und nicht in der Nase scheuert. Zur Prävention von Druckulzera wird die Sonde leicht in ihrer Position verändert und spannungsfrei mit einem neuen Pflaster fixiert. Sonde und Nasenrücken sind vorher von Pflasterresten (mit Kochsalzlösung getränkte Kompresse oder Desinfektionsmittel) gereinigt worden.


