Enterale Ernährung

Niedermolekulare Oligopeptiddiäten

Niedermolekulare Oligopeptiddiäten
(chemisch definiert)

Hier liegen die Nährstoffe in aufbereiteter Form vor, so dass sie ohne große Verdauungsleistung sofort resorbiert werden können. Eiweiß ist als Oligopeptid enthalten, ein Gemisch aus Oligo- und Polysacchariden deckt den Kohlenhydratbedarf, und Fett wird in einer Mischung aus mehrheitlich leicht verdaulichen mittelkettigen Triglyzeriden (MCT) und langkettigen Triglyzeriden (LCT) zugefügt. Essentielle Fettsäuren sind in ausreichender Menge enthalten. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente werden bedarfsdeckend zugesetzt. Die Nahrung ist frei von Ballaststoffen. Niedermolekulare Sondennahrungen sind bei allen Patienten mit stark eingeschränkter Verdauungs- und Resorptionsleistung (Malassimilationssyndrom) indiziert, z.B. bei:

· Patienten mit Kurzdarmsyndrom
· chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
· während der akuten Phase akuter und chronischer Pankreatitis
· Fettverwertungsstörungen (Mukoviszidose).
· Nahrungsaufbau nach langer parenteraler Ernährung

Je nach Indikation, Verlauf der Erkrankung und Verträglichkeit kann bei längerer Therapiedauer gegebenenfalls schrittweise auf eine hochmolekulare Sondennahrung umgestellt werden.