Transnasale Sonden
Wenn die Sondenernährung nur für kurze Zeit (2 - 4 Wochen) erforderlich ist oder wenn der Krankheitsverlauf noch nicht absehbar ist (Intensivpatienten), dann bekommt der Patient als erstes eine transnasale Sonde. Sie wird durch die Nase in den Magen (nasogastrale Sonde) oder bis in den Dünndarm (nasointestinale Sonde oder nasojejunale Sonde) gelegt.
Für das Legen einer Nasensonde muss der obere Gastrointestinaltrakt passierbar sein. Das Anwendungsgebiet von transnasalen Sonden ist breit, da sie sowohl gastral, als auch duodenal/jejunal (> 100 cm Länge) gelegt werden können. Es stehen hier eine Vielzahl verschiedener Größen für Kinder und Erwachsene zur Verfügung (von CH 6,5 bis CH 15 und von 50 – 130 cm Länge). Zu beachten ist hier, dass sich die dicklumigen Systeme (> CH 12) für die Schwerkraftapplikation eignen, während bei den dünnlumigen Sonden (< CH 12) vorzugsweise eine Ernährungspumpe (z. B. APPLIX Smart) zum Einsatz kommen sollte.


